
Seit über 300 Jahren pilgern Döferinger nach Ast
Angehörige der Döferinger Pfarrei haben sich wieder auf zur Gottesmutter nach Ast gemacht, um das Versprechen ihrer Vorfahren einzulösen. Die Wallfahrt wurde vermutlich gelobt, als die Pest letztmalig Döfering heimsuchte, wie Buchautorin Elfriede Dirschedl schreibt. Nach 1613, 1634, 1649, 1657, 1679 war dieses um 1713, vor 312 Jahren, letztmalig der Fall. Somit ist wohl auch das Jahr 1713 als Beginn der Wallfahrt anzunehmen.
Heuer machten sich 28 Wallfahrer bereits um sieben Uhr von der Sankt Ägidiuskirche in Richtung Ast auf, vorbei an der Thurauer Mühle, durch die Ortschaften Thurau und Kritzenast zur Kirche Mariä Himmelfahrt. Angeführt wurde der Pilgerzug von jungen Ministranten mit dem Pilgerkreuz. Das fleißige Vorbeten des Rosenkranzes übernahm auf dem Hinweg Pfarrer Alfons Eder.
In Ast eingetroffen wurden die Döferinger Fußwallfahrer schon vom Aster Ruhestandgeistlichen, Pfarrer Raimund Arnold, am Treppenaufgang zur Kirche erwartet. Zusammen mit Pfarrer Eder feierten die Pilger in der Aster Pfarrkirche einen würdigen Gottesdienst. Im Anschluss stärkten sich die Pilger bei einer Brotzeit, die die Damen des Aster Pfarrgemeinderats im Aster Pfarrheim hergerichtet hatten, ehe alle gemeinsam betend den Heimmarsch antraten.
Chamer Zeitung: 03.06.2025
